Innenminister Roman Poseck erklärte, für welche Polizeiprojekte die Landesregierung finanzielle Mittel aufwendet: „Die Sicherheitslage ist angespannt. Unsere Sicherheit wird von außen wie von innen bedroht. Sabotage, Spionage sowie Drohnen- und Cyberangriffe stellen unsere Sicherheitsbehörden vor Herausforderungen, die immer komplexer werden und sich stetig wandeln. Zur effektiven Kriminalitätsbekämpfung benötigen sie moderne Ausstattung und Befugnisse sowie verlässliche Rahmenbedingungen. Gerade jetzt sind Investitionen in die Innere Sicherheit von besonderer Bedeutung.
Trotz der angespannten Haushaltslage stellt das Land Hessen 2027 insgesamt 1,9 Milliarden Euro für die Innere Sicherheit bereit, davon für die Polizei allein 1,63 Milliarden Euro. Unsere Polizei muss auch künftig handlungsfähig bleiben. Die Investitionsschwerpunkte richten wir deshalb auch gezielt an den aktuellen Bedrohungen aus.
Drohnenabwehr und Polizeihubschrauber ausbauen
Drohnen werden zunehmend zur Gefahr für Kritische Infrastruktur. Die aktuelle Bedrohungslage lässt keinen Aufschub zu, deshalb bauen wir die Drohnenabwehr jetzt weiter aus. Wir werden unsere Fähigkeit zur Detektion und Abwehr von Drohnen deutlich ausweiten. Dafür stehen im kommenden Jahr 5 Millionen Euro bereit und für die gesamte Beschaffung 10 Millionen Euro insgesamt. Mit dem Kompetenzzentrum Drohnen in Egelsbach ist Hessen bereits Vorreiter, und diesen Vorsprung wollen wir halten.
Für neue Polizeihubschrauber fließen 2027 rund 13 Millionen Euro, bei einem Gesamtvolumen von knapp 100 Millionen Euro. Ob bei der Fahndung, bei der Rettung in Großlagen oder bei der Waldbrandbekämpfung, Hubschrauber sind für die Einsätze unverzichtbar. Deshalb stellen wir heute die Weichen, damit unsere Polizei morgen jederzeit einsatzfähig ist. Wie leistungsfähig sie schon jetzt ist und welch wichtigen Beitrag sie für den Schutz der kritischen Infrastruktur übernimmt, konnte ich kürzlich bei einem Streifenflug über KRITIS-Einrichtungen selbst erleben.
Jüdische Einrichtungen weiter schützen
Ein besonderer Schwerpunkt bleibt der Schutz jüdischer Einrichtungen. Der Antisemitismus erstarkt, und in den jüdischen Gemeinden wächst das Bedrohungsgefühl. In dieser Lage darf der Schutz keinen Augenblick nachlassen. Jüdisches Leben hat in Hessen höchste Priorität.
Deshalb setzen wir ein klares Signal und investieren auch im kommenden Jahr in die Sicherheit dieser Einrichtungen.
Ebenso führen wir die Innenstadtoffensive fort. Die rückläufige Straßenkriminalität zeigt, dass der Weg stimmt. Gerade weil die Sicherheitslage insgesamt angespannt ist, dürfen wir im Alltag der Menschen keine Lücken entstehen lassen. Sichtbare Polizeipräsenz und gezielte Kontrollen stärken langfristig auch das Sicherheitsgefühl der Menschen.