Staatssekretär Michael Ruhl, Leiter des ASP-Führungsstabs im HMLU, moderierte die Veranstaltung. „Die Situation in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass wir beim Schutz Hessens weiter aufmerksam und konsequent bleiben müssen. Wir haben früh gehandelt und wichtige Schutzmaßnahmen aufgebaut. Unser Ziel ist klar: Die ASP soll gar nicht erst nach Hessen gelangen“, erklärte Ruhl.
Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich gemeinsam mit den vor Ort zuständigen Veterinärbehörden und dem Führungsstab ASP im HMLU über die Maßnahmen zu informieren und ihre Fragen einzubringen. Im Mittelpunkt standen insbesondere der Verlauf der aktuellen Zaunbaumaßnahmen, die geplante Weiße Zone und die Auswirkungen auf Landwirtschaft, Jagd sowie die Nutzung der Landschaft.
Was ist eine Weiße Zone?
Eine Weiße Zone ist ein durch feste Zäune abgegrenzter Sicherheitskorridor. Ziel ist es, die Wanderbewegungen von Wildschweinen nach außen zu verhindern und einen möglichst wildschweinfreien Bereich zwischen dem betroffenen Gebiet und bislang seuchenfreien Regionen zu schaffen. Dazu werden innerhalb des Korridors intensive Such- und Entnahmemaßnahmen durchgeführt.
Gerade für die Menschen vor Ort ist der Verlauf der geplanten Zäune von besonderer Bedeutung. Deshalb ging es im Rahmen der Veranstaltung auch um konkrete Fragen zur Trassenführung und um die praktischen Auswirkungen der Schutzmaßnahmen.
Einen Blick über die Landesgrenze ermöglichte Dr. Jürgen Harlizius, Leiter der Stabsstelle ASP im Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW. Er berichtete über die Erfahrungen und Maßnahmen im Nachbarland und erläuterte, wie NRW auf das dortige Seuchengeschehen reagiert.
Dank an Behörden, Landwirtschaft und Jägerschaft
„Ich weiß, dass die Zäune für die Menschen vor Ort Einschränkungen mit sich bringen und dass insbesondere beim Trassenverlauf viele Fragen entstehen. Genau deshalb wollen wir nicht nur Maßnahmen verkünden, sondern erklären, zuhören und gemeinsam nach Lösungen für konkrete Fragen suchen“, sagte Ruhl.
Der Staatssekretär dankte zugleich allen, die die Schutzmaßnahmen vor Ort unterstützen: „Mein Dank gilt den Veterinärbehörden, den beteiligten Kommunen, den Landwirtinnen und Landwirten und insbesondere den Jägerinnen und Jägern. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Nord- und Mittelhessen bislang frei von der ASP geblieben sind. Diese gemeinsame Wachsamkeit und das Engagement vor Ort sind ein entscheidender Teil unserer Vorsorge.“
Das Land und die beteiligten Behörden werden die Entwicklung des Seuchengeschehens in Nordrhein-Westfalen weiterhin eng beobachten und die Schutzmaßnahmen entsprechend der Lage gemeinsam anpassen.