Schulbildung hat in Hessen weiterhin höchste Priorität. Trotz notwendiger Haushaltskonsolidierung wächst der Bildungsetat im Haushaltsjahr 2026 erstmals auf 6,2 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung um rund 400 Millionen Euro. Unter anderem werden darin 350 weitere Stellen für Lehrkräfte in der Ganztagsbetreuung geschaffen – eine weitere Stärkung hinsichtlich des zum neuen Schuljahr beginnenden Rechtsanspruchs für die ersten Klassen. So werden dann insgesamt 5.730 Stellen nur für den Ganztag eingesetzt. Damit setzt die Landesregierung ein deutliches Zeichen für zuverlässige und qualitativ hochwertige Bildungschancen an seinen Schulen.
Bildungsminister Armin Schwarz: „Mit dem neuen Haushalt werden wir unserer Verantwortung gerecht. Trotz schwieriger Finanzlage erhöhen wir unsere Ausgaben für Schulbildung noch einmal, zum Beispiel für 350 weitere Stellen in der Ganztagsbetreuung. Damit sorgen wir für Stabilität und Bildungssicherheit an unseren Schulen. Mit unserem weit gespannten, aber auch passgenauen Netz der Förderung investieren wir weiterhin in bestmögliche Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen.“
67.000 Lehrkräfte – so viele wie nie zuvor
Trotz steigender Zahlen von Schülerinnen und Schülern bleibt die Lehrkräfteversorgung weiterhin stabil. Dafür sorgen unter anderem 11.000 zusätzliche Lehrerstellen, die in den vergangenen zehn Jahren geschaffen wurden, allein 2.100 davon im vergangenen Jahr. Nur etwa 1,6 Prozent der Stellen waren zuletzt unbesetzt. Die Lehrkräfte erhalten eine umfassende Tarif- und Besoldungserhöhung, insbesondere die Grundschullehrkräfte. Integrierte Gesamtschulen, die im Fall einer Binnendifferenzierung in einzelnen Jahrgängen Schülerinnen und Schüler verschiedener Niveaustufen in einer Klasse unterrichten, profitieren weiterhin von dem niedrigen Klassenteiler von 25, was bundesweit einen Spitzenwert darstellt.
Breite Förderung über die Grundversorgung hinaus
Zusätzliche Unterstützung erhalten Schulen auch weiterhin von einem weitem Netz an Fördermaßnahmen. Unter anderem sorgen jährliche Extrazuschläge für alle Schulen, Mittel für sozialpädagogische Fachkräfte und die Schulpsychologie sowie der Ausbau der Ganztagsbetreuung für bessere Bildungschancen in allen Schulformen. Durch diese und weitere Maßnahmen steht Hessen deutschlandweit mit an der Spitze mit den wenigsten Schulabrechern. Auch der Erwerb der deutschen Sprache wird mit dem erfolgreichen Gesamtsprachförderkonzept weiter intensiv gestärkt, Einsparungen in den Intensivklassen resultieren lediglich aus den rückläufigen Zahlen von geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Über den Sozialindex und das Startchancen-Programm werden zudem Schulen in besonders herausfordernden sozialen Lagen zusätzlich unterstützt.
Dafür wächst der Hessische Bildungsetat 2026:
- Tarif- und Besoldungserhöhung für Lehrkräfte
- Besoldungserhöhung für Grundschullehrkräfte auf A13
- Mehr Einstellungen durch gestiegene Schülerzahlen
- 350 weitere Stellen für den Ganztag (damit insgesamt 5.730 Stellen im Ganztag)
- Investitionen in Lehrkräftegewinnung, z.B. durch Quereinstiegsprogramme
- Erhöhung der Finanzmittel für Schulen aufgrund höherer Schülerzahlen